Dienstvertrag eines Gesellschafter-Geschäftsführers

Am Anfang haben Startup-Geschäftsführer oft kein festes Gehalt

Eine zum Zufluss von Arbeitslohn führende verdeckte Einlage kann nur gegeben sein, soweit der Steuerpflichtige nach Entstehung seines Gehaltsanspruchs aus gesellschaftsrechtlichen Gründen auf diese verzichtet, da in diesem Fall eine Gehaltsverbindlichkeit in eine Bilanz hätte eingestellt werden müssen. Verzichtet der Steuerpflichtige dagegen bereits vor Entstehung seines Gehaltsanspruchs auf diesen, wird er unentgeltlich tätig und es kommt nicht zum fiktiven Zufluss von Ar- beitslohn (BFH, Urteil vom 15.06.2016 – VI R 6/13; veröffentlicht am 31.08.2016).

Gesellschaftergeschäftsführer sollten also am Anfang (v o r  Aufnahme der operativen und eigentlich zu vergütenden Tätigkeit) einen Geschäftsführervertrag mit einer entsprechenden temporären Verzichtserklärung machen und durch Protokoll von der Gesellschafterversammlung bestätigen lassen.

Eine Stundung, also ein Zahlungsaufschub einer bereits entstandenen Verbindlichkeit, die dann aber ggf. nicht abgerufen wird führt zu einer verdeckten Einlage.
Die Folgen sind m.E. nicht allzu gravierend, weil der bei der Gesellschaft handelsrechtlich entstehende Gewinn in der Steuerbilanz wieder korrigiert wird. Beim Gesellschafter werden ggf. die Anschaffungskosten der GmbH-Anteile erhöht. Dennoch sollte man sich verdeckte Einlagen ersparen, weil sie keinen Vorteil bringen.